RANOLA SAME LP

RANOLA SAME LP

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Art.Nr.: MBC 064

Gewicht: 0,20 kg

  • Farbe

EUR 12,00

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‚Ranola' als Band formierte sich zu zwei Dritteln aus den Überresten der 'Body Snatchers'. Micka, Jack und Andreas wuchsen in der selben Strasse auf und waren seit ihrer Kindheit eng befreundet. Micka war Keyboarder bei den 'Body Snatchers' gewesen, hatte aber erkannt, dass die Gitarre besser zu der Musik passte, die er machen wollte. Jack spielte Schlagzeug, fühlte sich aber als Sänger wohler. Andreas war Gitarrist, hatte aber viel mehr Spaß an den Trommeln in Jacks Zimmer. Der erste öffentliche Auftritt der 'Body Snatchers‘ in der Schule, die Jack und Andreas besucht hatten, zog über 1.000 Zuschauer und gab die entsprechende Motivation, die Band ‚Ranola‘ zu gründen.
Zu den dreien stiessen kurz darauf 'der Junge‘ und 'die Säge', sie besuchten die gleiche Schule wie Jack und Andreas. Diese Beiden fielen unter Anderem dadurch auf, dass sie die große Pause inmitten der anderen Schüler stumm, Stirn an Stirn stehend, verbrachten. Junge war seit 1979 Frontmann von EA80, Säges Gitarren-Anschlagtechnik gab ihm seinen Namen, und beide texteten und gestalteten damals angesagte ‚Punkfanzines' wie 'Jungen + Technik' oder 'Das M.O.B.'.
 
Die Band spielte von der Gründung bis zur Auflösung in folgender Besetzung:
Jack Kremers - Gesang, Spielzeugtrompete
Micka Mohr - Gitarre
Andreas Hülsen - Schlagzeug
Michael(Säge) - Gitarre
Martin Kircher(Junge) - Bass, Gesang auf ‚Blumen'
Bereits bevor sich die Band gründete, gab es die lose Clique der Ranolas rund um Jack, Micka und Andreas. Markenzeichen waren Lederacke und ein Edding800. Bald war Mönchengladbach mit #RANOLA-Schriftzügen gepflastert. Der Hashtag als Teil des Logos hatte sich der Legende nach ergeben, als Ollo, einer der damaligen Ranolas, vor dem ‚Ratinger Hof’ in Düsseldorf das „G“ auf einer Plakatwerbung von ‚Granola'(eine Kekssorte) doppelt auskreuzte.
Die Punkszene in Mönchengladbach war überschaubar. Neben einigen Dutzend erkennbarer Punks gab es eine kleine Gruppe Skins, die von Junge und vor allem von Säge in ihren Schriften attackiert wurden. Dementsprechend kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen bei eigenen oder den Auftritten anderer Bands. ‚Ranola' war eine Band, die kaum außerhalb Mönchengladbachs in Erscheinung trat. Eine Ausnahme war ein Gig im Freiburger ‚CRASS'. Ansonsten spielte man in den Kneipen der Altstadt, in Jugendheimen, Schulen und im Umland. Trotzdem wurde irgendwann Conny Schnabel, der damals für die „Spex“ schrieb, auf die Band aufmerksam und traf sie in ihrem Proberaum zu einem Interview. Die Band erzählte Unsinn und erfand die Band ‚Gurkenbrigade' und deren Spitzenstellung unter den Gladbacher Punkbands, was Conny Schnabel ihr prompt abnahm. Sein Fazit: „Jawohl, hier ist die (Punk-) Welt noch in Ordnung.“
 
Die einzige LP nahm Ranola November '83 in den Joswigstudios in Düsseldorf innerhalb von zwei Tagen auf. Ranola teilte sich zu dieser Zeit einen Proberaum mit EA80. Andreas lieh sich für die Aufnahmen Nicos(Drummer von EA80) Drum Set, und die Band bedankte sich in den Credits unter „Dank/Gruß“ mit den Worten „Nico für's Schlagzeug“. Bis heute wird das von vielen so missverstanden, dass Nico auf der Platte trommelt.
 
Ferner waren Ranola mit dem Song „Propellerschaden“ auf dem (sehr raren) Sampler „Väterchen Frost“ vertreten. 'Die Böse Hand' coverte den Song ‚Blumen‘.
Schon vor Erscheinen der LP hatte sich Ranola auseinander gelebt(Micka gründete bereits im März 1983 mit Ricky(g) und Mario(dr) die Cow Punk Band ‚Billy & the Willies‘). Bereits vor Erscheinen der Platte trennte sich die Band.
Bis auf Säge sind alle ehemaligen Mitglieder noch heute als Musiker aktiv.
Weitere legendäre Auftritte:
1982 in der ‚Korova Milchbar‘ in Mönchengladbach
1983 im ‚Doppelpunkt‘ in Kaldenkirchen.
Ebenfalls legendär, wenn auch nur sehr kurz: Ein Auftritt vor der Belegschaft eines Krankenhauses in Düsseldorf, anlässlich ihrer Weihnachtsfeier. Säge, damals Zivi in selbigem Spital hatte uns als Live Act dort hineingemogelt. Nach zehn Minuten wurde der Strom abgestellt. Keine Ahnung, wann das genau war. (Säge lebt nach letzten Informationen irgendwo in Asien.)