LOTTA #37

Art.Nr.: +37

Hersteller: ZULIEFERER

EUR 3,00
inkl. 7 % USt

  • Gewicht 0,12 kg

Produktbeschreibung

Editorial
Liebe Leserinnen und Leser,

Zehn Jahre gibt es nun das Projekt LOTTA bereits, die erste Ausgabe erschien im November 1999. Zehn Jahre LOTTA-Erfahrung schützen indes nicht davor, dass wir uns nach wie vor auch irren bzw. unsere Möglichkeiten überschätzen können. Wir wollten eine repräsentative Gesprächsrunde an einen Tisch bekommen, um ein konstruktives Streitgespräch darüber zu führen, wie sich die Gruppen vor Ort vorstellen, gemeinsam das Nazi-Problem in Dortmund in den Griff zu bekommen. Dieses Streitgespräch sollte dann in der LOTTA abgedruckt werden. Das Gespräch kam nicht zustande, da die Mehrheit der angefragten Gruppierungen absagte oder sich erst gar nicht meldete.

Schade für viele unserer LeserInnen, die es bestimmt spannend gefunden hätten zu erfahren, wieso es in Dortmund wieder einmal nicht gelungen ist, an einem gemeinsamen Strang gegen Neonazis zu ziehen. Und wie es weitergehen könnte.

Anlässlich der Tour des Reggae-Künstlers Sizzla wird derzeit um einen adäquaten Umgang mit dem Thema Homophobie in der Dancehall gestritten. Der Artikel dazu von Ramon Esfan wurde auch in der LOTTA-Redaktion kontrovers diskutiert. In der nächsten Ausgabe wird es zu diesem Thema einen weiteren Beitrag geben.

Im Schwerpunkt dieser Ausgabe beschäftigen wir uns mit dem Themenkomplex Hardcore, Hatecore und National Socialist Hardcore. Nach der Jahrtausendwende wurde neonazistischer Hardcore immer populärer. Extrem rechter Hardcore wurde einerseits anschlussfähiger; andererseits verlor er dadurch seine politische Eindeutigkeit. NSHC entwickelt sich in der extrem rechten Szene immer mehr zum Modephänomen. Das letzte Mal hatten wir uns in der LOTTA-Ausgabe #12, Frühjahr 2003, mit diesem Thema beschäftigt, allerdings nicht als Schwerpunkt. Grund genug für ein Update und einen näheren Blick hinter die Kulissen.

Die Lotta-Redaktion